Bei einem israelischen Luftangriff auf Ziele im Gazastreifen sind acht Palästinenser getötet worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Nach palästinensischen Quellen handelte es sich bei den Toten um drei Zivilisten und fünf Mitglieder des Islamischen Dschihad. Die Zahl der Toten im Gazastreifen stieg damit seit Beginn der jüngsten Auseinandersetzungen am Dienstag auf 18.

Israels Armee teilte mit, sie habe mit einer Reihe von Luftangriffen auf erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in der Nacht reagiert. Dabei sei auch eine Raketenabschussbasis des Islamischen Dschihad beschossen worden.

Feuerwehrleute vor einer durch Raketen in Brand geratenen Fabrik in Sderot

Feuerwehrleute vor einer durch Raketen in Brand geratenen Fabrik in Sderot

In den israelischen Städten Netivot und Aschkelon im Süden Israels war nach Armeeangaben Raketenalarm zu hören. Die Städte liegen unweit der Grenze zum Gazastreifen.

Das zerstörte Haus von Baha Abu Al Ata

Das zerstörte Haus von Baha Abu Al Ata

Israel hatte am Dienstagmorgen einen Angriff auf das Haus von Baha Abu Al Ata, dem Anführer des Islamischen Dschihad, verübt und dabei Ata und seine Frau getötet. Der Islamische Dschihad und die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas-Miliz kündigten in der Folge Vergeltung an.

Seither wurden aus dem Gazastreifen mindestens 220 Raketen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden 90 Prozent der Raketen von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen. Nach Behördenangaben wurden rund zwanzig Menschen leicht verletzt. Todesopfer gab es nicht.

Raketen steigen vom Gazastreifen in Richtung Israel auf

Raketen steigen vom Gazastreifen in Richtung Israel auf

Es handelt sich um die schwersten Gefechte in der Region seit Monaten. Ägypten und die Vereinten Nationen bemühen sich nach israelischen Medienberichten um eine Beruhigung der Lage und vermitteln intensiv hinter den Kulissen.

stu/se (apf, dpa, rtr)





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