Bilder, die im Internet kursierten, zeigten Polizeiwagen in Flammen und mit zahlreichen Einschusslöchern. An mindestens zwei Autos der Sicherheitskräfte waren Schilder angebracht, die mit dem Namen des Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) unterschrieben waren. Darauf standen Drohbotschaften gegen Polizisten geschrieben, die rivalisierende Banden unterstützten.

Die Beamten waren nach offiziellen Angaben auf dem Weg, einen Gerichtsbeschluss auszuführen, als sie im Ort Aguililla, rund 600 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt, angegriffen wurden. Neben den 14 Toten gab es auch drei Verletzte. Der Gouverneur von Michoacán, Silvano Aurelos, kündigte in einer Pressekonferenz Ermittlungen gegen die Polizei von Aguililla an.

Drogenkrieg fordert pro Jahr Zehntausende Menschenleben 

In Michoacán, einem Staat im westlichen Zentralmexiko, herrscht ein Revierkampf zwischen mehreren Verbrecherorganisationen. Nach einigen ruhigeren Jahren gab es zuletzt wieder mehr Gewalttaten. So fand die Polizei im August in der Stadt Uruapan 19 Leichen, von denen einige an einer Brücke aufgehängt worden waren. Wenig später lieferten sich zwei rivalisierende Banden blutige Kämpfe.

In Mexiko gab es im vergangenen Jahr fast 36.000 Morde, seit 2006 wurden mehr als 200.000 Menschen im blutigen Krieg um die Vorherrschaft über den Drogenhandel getötet. Hinter den Morden stehen meist mächtige Drogenbanden wie das CJNG, die auch in Entführung und Erpressung verwickelt sind. Die Banden haben zudem oft Verbindungen zu örtlichen Sicherheitskräften.

ie/qu (dpa, rtr, ap)





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