Das Auto mit der Bombe soll an einer Bushaltestelle geparkt haben, meldete die Rettungsorganisation Weißhelme. Bei der Explosion in der nordsyrischen Stadt Al-Bab starben mindestens 19 Menschen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren unter den Toten 13 Zivilisten. Zudem wurden mehr als 30 Menschen verletzt.

Bislang bekannte sich niemand zu dem Anschlag. “Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass kurdische Milizen hinter dem Angriff stecken”, sagte Youssef Hamoud, ein Sprecher der sogenannten Syrischen Nationalarmee. Beweise dafür lieferte er nicht.

Ein Sprecher der Weißhelme, Ibrahim al-Hajj, sagte, die Zahl der Todesopfer werde sich wahrscheinlich noch erhöhen. Viele der 30 Verletzten sind schwer verwundet. Sie werden derzeit in Krankenhäusern behandelt.

Syrien Autobombe in al-Bab (picture-alliance/Anadolu Agency/B. Kasim)

Die Autobombe explodierte an einer viel befahrenen Straße in Al-Bab

Al-Bab wird von Rebellengruppen kontrolliert, die eng mit der Türkei verbündet sind. Sie waren im Frühjahr 2017 nach mehrmonatigen Kämpfen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Stadt eingerückt. In der Vergangenheit hatte es dort mehrfach Anschläge gegeben. Zwar haben die Extremisten ihr früheres Herrschaftsgebiet in Syrien verloren. Jedoch sind IS-Zellen weiter aktiv und verüben Anschläge.

mir/rb (afp, dpa, ap)





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