In einer Mitteilung des US-Präsidenten heißt es, er werde in Kürze Strafmaßnahmen gegen aktuelle und frühere Vertreter des Landes anordnen. Zudem würden Gespräche mit der Türkei über ein Handelsabkommen im Volumen von 100 Milliarden Dollar gestoppt und Zölle auf türkischen Stahl von 25 auf 50 Prozent angehoben. “Ich bin voll darauf vorbereitet, schnell die türkische Wirtschaft zu zerstören, wenn führende türkische Politiker weiter diesen gefährlichen und zerstörerischen Weg gehen”, so Donald Trump. Er hatte bereits zuvor mit “sehr signifikanten” Sanktionen gegen die Türkei gedroht.

Syrien Tal Tamr Syrische Armee trifft in Kurdengebieten ein (AFP via Getty Images)

Syrische Regierungstruppen erreichen Tall Tamr

Die US-Regierung hatte die Türkei vergangene Woche zum Abbruch der seit Mittwoch laufenden Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz aufgefordert und den NATO-Partner mehrfach gewarnt. Dabei hatte Donald Trump kurz vor Beginn der Offensive am Mittwoch mit dem Abzug von US-Truppen aus der Region faktisch den Weg für die türkische Militäroperation frei gemacht, wofür er viel Kritik auch aus den eigenen Reihen bekam.

Trump erklärte nun, die Militäroffensive gefährde Zivilisten und Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region. Die Türkei dürfe die erzielten Erfolge im Kampf gegen die Terrormiliz “Islamischer Staat” nicht gefährden. Zudem müsse die Türkei den Schutz von Zivilisten, ethnischen und religiösen Minderheiten vorne anstellen.

Assad-Truppen erreichen Syriens Norden

Derweil rücken die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad weiter in die kurdischen Gebiete im Norden Syriens vor. Die Kurden selbst hatten Assads Militär um Hilfe gegen die türkische Invasion gebeten. Syrische Soldaten sind in die strategisch wichtige Stadt Manbidsch, in Tall Tamar, Tabka nahe Rakka, Ain Issa und weiteren von Kurden bewohnten Orten eingerückt, wie syrische Staatsmedien melden. Laut Fernsehberichten warfen Einwohner ihnen Blumen zu und sangen “Tod für Erdogan”. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigte sich am Montag entschlossen zur Fortsetzung der Offensive gegen die Kurdenmilizen in Syrien.

qu/ie (dpa, rtr, afp)

 





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