Wie russische Medien berichten, hielt er sich wegen einer Routineoperation in München auf und starb dort. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin würdigte seinen Vorgänger und erklärte, Luschkow habe in der schweren postsowjetischen Zeit viel für die Stadt und die Moskauer getan.

Luschkow regierte die russische Hauptstadt von 1992 an mehr als 18 Jahre lang. Der damalige russische Staatschef Boris Jelzin hatte ihn ernannt. Aus der grauen Stadt machte Luschkow eine moderne Metropole. Dafür setzte er massiv auf den Luxussektor und ließ historische Gebäude zerstören.

Autoritärer Machtmensch

Als Ehemann der einst reichsten Frau Russlands, der Milliardärin Jelena Baturina, wusste er als autoritärer Machtmensch sowjetischer Prägung stets ein gewaltiges Geschäftsimperium hinter sich. Er stand wie kein anderer für ein durch und durch korruptes und von Vetternwirtschaft geprägtes System in der größten Stadt Europas. Immer wieder gab es Kritik, er habe die Metropole mit reichlich Kriminalität und großer Umweltverschmutzung zu einer der teuersten weltweit gemacht.

2010 entfernte der damalige Präsident Dmitri Medwedew den Mann mit der – angeblich schusssicheren – Schiebermütze aus dem Amt, um Platz für Sobjanin zu machen.

Zu Wort meldete sich Luschkow zuletzt vor allem als Präsident des russischen Imkerverbandes.

uh/sti (dpa, afp)

 





Source link